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Der Eisenstoffwechsel beim Sportler Beurteilung Die
Interpretation der Parameter des Bluts, die zur Abklärung einer
möglichen Anämie dienen, sind bei den Leistungssportlern
und intensiven Ausdauerathleten auch für den Fachmann nicht einfach.
Der Hämoglobin Wert ist auf
Grund des muskulären Stress nach einem intensiven Trainingsprogramm
erniedrigt. Ähnlich verhält es sich mit dem Serumferritin. Abschätzung des Bedarfs an Eisen (Fe): Optimierung der Eisenaufnahme durch die Ernährung: Fettarmes Fleisch und Fisch weisen eine durchschnittliche
Resorptionsquote von 16% bis 20% auf. Vitamin C (Ascorbinsäure) fördert die Eisenaufnahme
von Non-Häm-Eisen, für das eine Resorptionsquote von 7% bis 9%
veranschlagt wird. Vitamin C bildet mit dem Eisen der pflanzlichen Nahrungsmittel
gut lösliche Komplexe und reduziert dreiwertiges zum besser resorbierbaren
zweiwertigen Eisen. Vitamin C-reiches Obst (z.B. Erdbeeren, Hagebutten,
Johannisbeeren schwarz, Kiwi, Papaya,
Sanddornbeeren, Zitrusfrüchte) und
Gemüse (Brennessel, Broccoli, Fenchel, Grünkohl, Paprika,
Petersilie, Rosenkohl) leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung
der Eisenbioverfügbarkeit aus Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten.
Auch der Prozess der Sauerteigführung erhöht die Bioverfügbarkeit
von Eisen. Gehemmt wird die Eisenresorption durch die gleichzeitige
Aufnahme von hohen Calciummengen. Werden Milch und Käse, die Lebensmittel
mit dem höchsten Calciumgehalt zusammen mit Fleisch verzehrt, so verringert
sich die Eisenaufnahme um 50% bis 60%. Interessanterweise weisen auch Vegetarier die auf das besser verfügbare Häm-Eisen von Fleisch verzichten eine zufriedenstellende Eisenversorgung auf.
Nahrungsergänzung:
Um einer Anämie des Sportlers vorzubeugen reichen Eisen- und Zinkmengen
von maximal 35 mg bis 50 mg pro Tag, wie die oben dargelegte Bedarfsanalyse
für Eisen verdeutlicht. Es ist durchaus sinnvoll die Mineralstoffe zusammen
mit den Vitaminen B2 (täglicher Bedarf: Frauen 1,5 mg, Männer
1,7 mg), B6 (täglicher Bedarf: Frauen 1,6
mg, Männer 1,8 mg), B12 (täglicher
Bedarf: Erwachsene 0,003 mg), Folsäure
(täglicher Bedarf: Erwachsene
0,3 mg Gesamtfolat) und Vitamin
C (täglicher Bedarf: Erwachsene
0,075 g) zu substituieren. Diese wasserlöslichen
Vitamine sind an der Blutbildung beteiligt. Da sie
keine ungünstigen Auswirkungen haben, kann der tägliche Bedarf
z.B. um das 10-fache überschritten werden. Selbst bei Überdosierungen
der genannten Vitamine besteht keine Gefahr. Sie kostet lediglich Geld. Sollte eine Substitution mit dem Ziel die Hämoglobinkonzentration im Blut zu erhöhen, erwogen werden, ist wie bei den vorbeugenden Maßnahmen daran zu denken, dass Eisen und Zink um ihre Aufnahme in den Körper konkurrieren. Außerdem sind die Vitamine B2, B6 und B12 sowie die Folsäure an der Blutbildung beteiligt und sollten, wie auch das Vitamin C, bei einer Substitution nicht vergessen werden. |
last update 01/2012 | eigene Veröffentlichungen | Stichwortverzeichnis | ![]() |
Lebenslauf | verwendete Literatur | © Bettina Schwiegelshohn seit 2001 |